Podcast TrendAKADEMIE – Episode 164: Einzelhandel ist für uns kein Verkaufsort, sondern ein Begegnungsraum

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Episode 164 Björn Kroner und Markus Schwitzke – Founder BjörnKroner
Podcast TrendAKADEMIE – Episode 164: Einzelhandel ist für uns kein Verkaufsort, sondern ein Begegnungsraum

Quick Recap – Worum geht es:

Unser erstes gemeinsames Aufeinandertreffen hatten wir in diesem Frühjahr auf der Ambiente in Frankfurt – Zwischen Tischkultur und Lifestyle – und wenn man das Ganze noch mit Floristik verbindet, ist man unweigerlich bei der „BjörnKroner“ – einer der bekanntesten Floristen Deutschlands, TV‑Persönlichkeit, Buchautor und Event‑Gestalter – vielen bekannt als „der Schönmacher“ aus der WDR‑Sendung Garten & Lecker. Mit seinem Lebensgefährten Olaf Sali teilen Sie die Leidenschaft für Manufakturen und die Liebe zu ihrem Hund „Rummel“. Daraus entstand ein Sortiment aus einzigartigen Produkten die – und jetzt kommt natürlich Markus ins Spiel – auf Landpartien in einem  außergewöhnlichen Umfeld erlebbar gemacht wurden:

„Einer ästhetikverliebten Landlust‑Romantik, die sich mit gehobener Provinz‑Boheme und genussvollen Event‑Flaneuren mischt. Wir flanieren zwischen Schlossfassaden, Manufakturenständen und floralen Bühnenbildern, als hätten wir das Land gepachtet und die Ästhetik erfunden.“

Die Landpartien waren für Euch der ultimative Praxistest: Kann stationärer Handel funktionieren, wenn man ihn dorthin bringt, wo Menschen wirklich Lust auf Entdeckung haben? Und ja — er kann. Die Landpartien haben es bewiesen und war Euer Einstieg in die Planung in den stationären Einzelhandel.

Summery – Zu den Inhalten:

  • Zu den Personen Björn Kroner und Markus Schwitzke (00:03:51)

  • Erste Schritte der Produktentwicklung und der Weg zu den Landpartien (00:17:29) 

Pläne und Strategien zur Entwicklung einer Plattform für handgemachte Manufakturwaren. Sie beschreiben ihre pragmatische Herangehensweise bei der Entwicklung ihres Stands für Landpartien, bei dem sie durch kontinuierliches Feedback und Anpassungen ihre Präsentation optimierten, und die Entscheidung für den stationären Handel.

  • Björn Kroner Design- und ShopStrategie (00:26:14) 

Björn erklärt, dass das Shopdesign der Marke Björn Kroner von der positiven und üppigen Persönlichkeit geprägt ist, die sich von der zurückgezogenen Einstellung des Einzelhandels unterscheidet. Er beschreibt, wie ihr Konzept als Shop in Shop bei Händlern ursprünglich skeptisch, aber nach Gesprächen offen und interessiert betrachtet werden, wobei gemeinsame Workshops und Events als wichtige Aspekte für den Erfolg genannt werden.

  • Die Rolle als Gastgeber im Handel (00:36:36) 

Diskussion über die Rolle des Gastgebers – Transfer als Rolle des privaten Gastgebers zum Retail-Bereich. Björn betont, dass es um das Schenken und Erlebnisgestalten geht, nicht um das Erhalten, und dass die Dekoration oft länger im Gedächtnis bleibt als das Essen selbst. Sie erörtern, wie man durch ein Motto, passende Dekoration und eine gute Begrüßung der Gäste eine besondere Atmosphäre schaffen kann.

  • Kreativität und Empathie im Handel (00:44:14) 

Wir diskutieren über die Bedeutung von Empathie und kreativer Kuratierung im Handel, wobei Björn erklärt, wie er bei Veranstaltungen wie Landpartien die Umgebung und Saison als Inspiration für die Dekoration nutzt, anstatt sich auf jeden Gast individuell zu konzentrieren. Wir sprechen über die Rolle von Fans und die Möglichkeit, Kunden in die Produktentwicklung einzubeziehen, wobei Björn betonte, dass ein direkter Dialog mit den Kunden stattfindet und Workshops eine intime Umgebung für gemeinsame Entwicklung bieten. Björn erläutert, dass sie sich auf eine Handschrift mit außergewöhnlichen Produkten konzentrieren, die sich von anderen Händlern durch ihre Bereitschaft unterscheiden, neue Dinge zu präsentieren und Kunden zu begeistern.

  • Philosophie und Geschäftsmodell der anstehenden Expansion (00:55:17) 

Björn erklärt die Philosophie ihres Unternehmens, bei der Produkte an den Geschmack des Betreibers und nicht an den Kunden angepasst werden, da dies die Markenidentität und Persönlichkeit widerspiegelt. Er korrigiert, dass die Expansion nicht weltweit geplant ist, sondern sich auf Mitteleuropa mit Fokus auf Deutschland, Österreich und Frankreich beschränkt. Björn beschreibt das Geschäftsmodell als Partnerschaft, bei der sie eine 30-50 Quadratmeter große Fläche mit Produkten und Erklärungen zur Herkunft der Manufakturen einrichten, wobei sie flexibel und offen für lokale Kompetenzen und Integration von bestehenden Produkten sind.

  • Modulares Baukastensystem für die Partner aus dem Einzelhandel (01:02:14) 

Ein modulares Baukastensystem mit variabler Produktentwicklung und Workshops für Einzelhändler sind die Bausteine Ihres Konzeptes. Björn erklärt, dass sie sich zunächst auf Gartencenter als bevorzugte Händler konzentrieren, aber auch andere Bereiche wie Modehäuser, Warenhäuser und Tableware testen wollen. Daniel äußerte Bedenken über potenzielle Konkurrenz zwischen Online- und Einzelhandelsverkauf, worauf Björn bestätigt, dass Online-Verkauf für sie eine geringere Priorität hat und sie sich auf die Erfahrung im physischen Geschäft konzentrieren möchten.

  • Sortiment und Preisstrategie (01:16:44) 

Die Produkte reichen von günstigen Einsteigerartikeln bis zu teuren Stücken wie einer 960€-Italienischen Outdoor-Leuchte. Wir besprechen die Herausforderungen bei der Personalgestaltung für eigene Läden und Pop-ups, wobei Björn betont, dass dies nicht ihre Stärke sei und Händler besser geeignet seien, dies zu übernehmen. Sie erwähnen auch Pläne für digitale Inhalte und Workshops, einschließlich Videos und möglicher Streaming-Events, um die Produkterfahrung zu erweitern.

  • Persönliches Fragengewitter (01:30:55)

Zielgruppe:

Vordenker, Macher, Händler, Vertriebler, Stadtentwickler, Mittelstand, Ladenbau, Architektur, Studenten, StartUps und Fans des Einzelhandels

Fotokredit:

Video
Podcast