Manchmal beginnt eine große Geschichte im Kleinen – zwischen Bäumen, Menschen und einem Tropfen, der mehr kann als Geschmack. So habe ich Żaneta und Dr. Johannes Frankenfeld kennengelernt: auf einer Landpartie, die nach Erde, Feuer und Handwerk roch. Waldgold ist kein Öl, es ist ein Extrakt aus Herkunft und Hingabe – längst bekannt aus Funk, Fernsehen und der Spitzengastonomie – hier überzeugt das Produkt mehr als 10% der weltweiten 3-Sterne-Restaurants.
Und ja: Wer mit Cooking with Friends Preise gewinnt, erkennt Qualität sofort. Deshalb nutze ich ihre Produkte inzwischen selbst. Wobei ich ja alles im Garten hätte: Girsch, Brenneseln, Tannen, Bucheckern, Bärlauch und Co. Aber so einfach ist es ja nun auch nicht.
Doch was hat das mit Handel zu tun? Alles. Denn wer Begehrlichkeit schaffen will, beginnt dort, wo Geschmack entsteht: in der Gastronomie. Dort testet man Resonanz, Rituale und Relevanz. Erst wenn ein Produkt dort besteht, darf es in den Handel – ein Balanceakt zwischen Preis, Positionierung und Präzision.
Heute spreche ich mit Żaneta und Dr. Johannes Frankenfeld – das Gründerpaar der Marke Waldgold – über genau diesen Weg: vom Wald zur Küche, von der Küche ins Regal – über die Kunst, Natur zu einer Marke zu formen. und warum das Eiffler Notessen kein Hirngespinnst ist, sondern für 45€ bei David Weigand im Verbene auf der Karte stand.
Als Finanzwissenschaftler und Hörakustikern ist natürlich auch spannend, wie und wo sich Ihr Weg kreutzte. Ihre Marke besteht aus einem Extrakt aus Waldpflanzen wie Giersch, Kresse oder Bucheckern. Sie fokussierten sich auf Bucheckern als Rohstoff, da die Buche der häufigste Laubbaum in Deutschland ist und Nüsse als hochpreisige Produkte bessere Margen bieten. Um ein Lebensmittelprodukt erfolgreich zu positionieren, ist der Weg über den Teller entscheidend. Ihr Ziel war die Spitzengastonomie – Warum dieser Weg gewählt wurde, diskutieren wir auch in diesem PodCast.
Privatpersonen dürfen begrenzte Mengen sammeln, während gewerbliche Sammlung Genehmigungen erfordert und naturschutzrechtliche Bestimmungen beinhaltet. Diskussion über die Lebensmittelverarbeitung, wobei Beide betonen, dass sie weder Forst- noch Lebensmitteltechnikkenntnisse von Anfang an mitbrachten, sondern diese durch Lernen und die Einstellung eines Lebensmitteltechnologen erwarben.
Der Erfolg der Marke Waldgold liegt in der direkten Ansprache der Spitzengastonomie begründet. Dabei war die sensorische Qualität des Produkts entscheidend, um die Aufmerksamkeit der Top-Gastronomen zu gewinnen. Mit dem ersten Anruf bei Jochim Wissler in Kopenhagen oder Yannick Noack in Koblenz begann die Erfolgsgeschichte.
Das Geschäftsmodell zielt darauf ab, die „verlorene Kraft des Waldes“ wiederzufinden und mit moderner Technik sensorische Erfahrungen zu schaffen. Das Unternehmen arbeitet mit verschiedenen Waldrohstoffen wie Bucheckern, Tannennadeln und Bärlauch und nutzt spezialisierte Lohndienstleister anstelle einer eigenen Produktion. Die Erntesaison für Bucheckern liegt zwischen Mitte September und Mitte Oktober, während Tannennadeln im Mai geerntet werden. Die Herausforderungen im Einzelhandel und die Notwendigkeit, sensorische Eigenschaften als USP im stationären Handel zu vermitteln.
Preisstrategie und Marktpositionierung von Waldgold-Produkten. Der Balanceakt der Preisfindung zwischen Edeka, Globus und Feinkostläden:
„Der Preis spielt bei Probierenden keine Rolle, da die Sensorik und Qualität das Hauptinteresse seien, und dass die Produkte besonders in Feinkostläden als Alleinstellungsmerkmal funktionieren – Preis-Mengen-Funktionen werden durch Erlebnis ausgeschaltet.“
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